Blick auf den Lago de Coatepeque vom Kraterrand aus

Geheimtipp Lago de Coatepeque in El Salvador

Der Kratersee Lago de Coatepeque gilt als einer der schönsten Seen Mittelamerikas. Obwohl er nur etwa 50 km von der

Der Kratersee Lago de Coatepeque gilt als einer der schönsten Seen Mittelamerikas. Obwohl er nur etwa 50 km von der Hauptstadt San Salvador entfernt liegt, gibt es dort noch kaum Tourismus. Also nichts wie hin!

Die letzte Aktivität des Vulkans liegt etwa 8.000 bis 10.000 Jahre zurück und so bildete sich im Laufe der Zeit der etwa 24,5 km² große und 80 bis 130 Meter tiefe Kratersee. Umgeben ist dieser von den drei noch aktiven Vulkanen Santa Ana, Izalco und Cerro Verde. Viele unternehmen von hier aus geführte Wanderungen auf den Santa Ana. Andere Optionen sind Wassersportangebote wie Jetski oder Motorboot fahren. Wir waren allerdings eher am türkis-blauen Wasser des Sees interessiert. Dessen Qualität ist übrigens sehr gut. Gefährliche Bakterien muss man hier nicht fürchten.

Jetski fahren am Lago de Coatepeque
Jetski fahren am Lago de Coatepeque.

Nur wenige Hotels

Es ist gar nicht so einfach Zugang zum See zu finden. Die allermeisten Grundstücke sind im Besitz der reichen Elite des Landes. Öffentliche Zugänge gibt es kaum und auch Hotels sind Mangelware. Wie gut, dass es einen Ort wie das Captain Morgan Hostel gibt.

Prohibido el Paso - Durchgang verboten. Nur wenige Flächen am See sind öffentlich zugänglich.
Prohibido el Paso – Durchgang verboten. Nur wenige Flächen am See sind öffentlich zugänglich.

Nach 45 Minuten Fahrt mit dem Bus 242 aus Santa Ana wurden wir direkt vor unserem Hostel abgesetzt. Der See ist zwar nur Luftlinie 17 km von Santa Ana entfernt, mit dem Linienbus dauert es über die kleinen Straßen deutlich länger. Vom Ort namens El Congo geht es – nach Passieren eines schwerbewaffneten Militärpostens – runter in den Krater. Die Straße bietet herrliche Ausblicke auf den Lago, vorbei an einigen einfachen Restaurants auf immer schlechter werdendem Fahrbelag. (Allerdings wurde der Weg während unseres Aufenthalts bereits ausgebessert…) Nach der Busfahrt aus Santa Ana und dem Besuch der Maya-Ruinen in Tazumal am Morgen waren wir froh, nun am Lago de Coatepeque etwas ausspannen zu können.

"There are no strangers here - just friends we have not met" steht an der Gästewand im Captain Morgan Hostel.
„There are no strangers here – just friends we have not met“ steht an der Gästewand im Captain Morgan Hostel. Schönes Motto!
Blick auf den Pfahlbau mit unserem Zimmer über dem See.
Blick auf den Pfahlbau mit unserem Zimmer über dem See.

Bei Captain Morgan am Lago de Coatepeque zu Gast

Das Captain Morgan (Werbung, weil Affiliate-Link*) wurde erst drei Monate vor unserer Ankunft im Sommer 2018 eröffnet und wird geführt von den super sympathischen Elmer und Cristina. Die Lage ist spektakulär. Es gibt zwei Doppelzimmer und einen 4er Schlafsaal im kleinen Haus am Hang. Unten, in einem hölzernen Pfahlbau direkt über dem Wasser des Sees, befinden sich zwei weitere Zimmer mit zwei Doppelbetten. Und eines davon wurde unseres. Direkt daneben befindet sich die offene Bar, über der sich noch eine kleine Sonnenterrasse mit zwei Liegestühlen befindet sowie der Möglichkeit aus etwa fünf bis sechs Metern Höhe in den See zu springen. Im Barbereich stehen schöne Palettenmöbel, zwei Hängematten und zwei weitere Hängestühle, in denen man schon fast über dem Wasser baumelt.

Sprung von der Sonnenterrasse ins türkise Wasser.
Sprung von der Sonnenterrasse ins türkise Wasser.

Da der See auf einer Höhe von 746 Metern liegt, wird es hier im Gegensatz zur Costa del Bálsamo, an der die Temperaturen schon morgens sehr herausfordernd für unseren Kreislauf sein können, nicht ganz so heiß. Mit der kühlen Brise vom See ist es sehr angenehm. Das Wasser könnte zwar auch einen Tick kühler sein, geht mit seinen ganzjährigen 24 Grad aber noch durch, um als erfrischend zu gelten.

Gerade noch erfrischend: Schwimmen im Lago de Coatepeque.
Gerade noch erfrischend: Schwimmen im Lago de Coatepeque.

Paradiesischer Ort mit gutem Essen

Mit 45$ pro Nacht für vier Personen inklusive Frühstück ist es noch dazu fast ein Schnäppchen. Es gibt wirklich nichts zu meckern. Wenn überhaupt dann die Toilettensituation. Nur ein einziges, wenngleich sehr schönes und sauberes, Bad (mit Toilette und Dusche) steht zur Verfügung. Wenn also morgens einer duscht, kann niemand mehr auf Toilette gehen… Wenn das Captain Morgan mal voll ausgebucht ist, könnte das ein Engpass werden. Da außer uns allerdings kein einziger Gast da war und wir diesen paradiesischen Ort fast für uns alleine hatten, war das kein Problem.

In der Hängematte im Captain Morgan.
In der Hängematte im Captain Morgan.

Zudem ist sogar die Küche toll. Zum Frühstück kann man zwischen traditionellem (Eier, Frijoles / Bohnenpürree, gebratene Bananen, Tortillas) oder süßem (Toast mit Marmelade oder Pancakes) wählen, jeweils begleitet von frischem Obst. Am Nachmittag entdeckten wir dann unsere Leidenschaft für einen Fisch namens Corvina. LEO übersetzt das als Adlerfisch oder Atlantischer Umber. Gefangen wird der allerdings nicht im See, sondern im Ozean. Ich bin nicht sicher, ob es am Fisch selbst lag oder an der grandiosen Zubereitung, jedenfalls fanden den sogar beide Kinder superlecker. Wer nicht darauf verzichten kann, für den gibt es auch Pizza. Begleitet wird das von leckeren frischen Smoothies oder regionalen Biersorten.

Nächstes Mal bleiben wir länger

Die zwei Tage hier nutzten wir vollstens und mit Genuss zur Entspannung. Wir bewegten uns nirgendwo anders hin als ins Wasser und wieder in die Hängematte… Lediglich einen kleinen Spaziergang machte ich zwischendurch. Allerdings gibt es auf dem kleinen Weg nicht so viel zu sehen. Ich hätte Elmers Angebot annehmen sollen und mir sein Fahrrad ausleihen sollen. Die Straße verläuft oberhalb der Häuser und die meiste Zeit lief ich nur an den Mauern vorbei und konnte nicht allzu viel vom Seeufer sehen.

Blick hoch zur Straße
Blick hoch zur Straße

Am Morgen des zweiten Tages weckte uns nach einer schwankenden Nacht (wie auf einem Piratenschiff eben) wie immer der Hahn, das Schwein und der Hund und wir waren gleichzeitig traurig, dass wir diesen Ort wieder verlassen mussten, aber auch voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer. Das nächste Mal bleiben wir aber etwas länger hier.

Auch wir, die MittelUndAmerika-Familie, haben uns auf der Gästewand im Captain Morgan verewigt.
Auch wir, die MittelUndAmerika-Familie, haben uns auf der Gästewand im Captain Morgan verewigt.

Wart Ihr auch bei Captain Morgan und habt unsere Nachricht an der Gäste-Wand gefunden? Oder habt Ihr eines der wenigen anderen Hostels am Lago de Coatepeque besucht? Lasst es uns wissen und schreibt es in die Kommentare!


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